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Projektvorstellung: Orte | Gestalten

Das Partizipative Peer Projekt ist eine Initiative aus der Abteilung der Genesungsbegleitung. Bei der Projektreihe geht es um Agency, also die Stärkung von Handlungsmacht von Menschen in Krisen.

11.06.2024 | Allgemein

Orte | Gestalten ist eine Installation, die gemeinsam von Patient:innen, Genesungsbegleiter:innen und weiteren Mitarbeiter:innen der Kliniken im Theodor-Wenzel-Werk begonnen und im öffentlichen Raum durch Bürgerinnen und Bürger im Bezirk weiter gestaltet wird.

Das Ziel des Projekts ist die Visualisierung verschiedener Perspektiven auf den Bezirk als den Ort, an dem wir leben. In Anlehnung an die “Psychogeographie” der Internationalen Situationisten werden Menschen eingeladen, ihre individuellen Bezüge zum Bezirk in Form von Collagen, Audio-Einspielungen und verschriftlichten Assoziationen hör- und sichtbar zu machen.

Über die gemeinsame Gestaltung einer interaktiven Landkarte, den dabei stattfindenden Austausch untereinander und das anschließende Auffinden von “Verortungen” anderer Menschen können Gemeinsamkeiten entdeckt werden. Dichotomien wie “gesund / krank”, “alt / jung”, “deutsch / nicht-Deutsch”, etc. rücken in den Hintergrund.

Die aktive Teilnahme von Menschen in akuten Krisen stellt für diese eine Möglichkeit dar, eine Brücke zum Leben außerhalb der Klinik herzustellen und dazu beizutragen, dass bestehende Vorurteile über diese in weiten Teilen unterrepräsentierte Bevölkerungsgruppe abgebaut werden können.

 

Wie funktioniert das?

Auf mehreren großen Paneelen (3m x 1,55m), welche den Stadtplan des Bezirks Steglitz-Zehlendorf zur Grundlage haben, werden Bürgerinnen und Bürger über Fragen zu den für sie speziellen Plätzen, Straßen, Grünflächen etc. aufgefordert, ihre Erlebnisse einzubringen. Die Panels berühren unterschiedliche Aspekte dieser Verbundenheit: Erinnerungen, Kraft-Plätze, Zukunftsvisionen.

Den Teilnehmenden stehen verschiedene Möglichkeiten des Ausdrucks zur Verfügung. Sie können die betreffende Stelle im Stadtplan bekleben, etwas malen, auf einer analogen Schreibmaschine schreiben oder eine Audio-Aufnahme machen. Diese wird von den Begleiter:innen der Installation auf einem Cloud-Speicherplatz hinterlegt und mit einem QR-Code versehen, so dass Betrachter sie mit dem eigenen Handy abrufen oder auf dem bereitgestellten Bluetooth-Lautsprecher hören können.

Es ist hinterher nicht mehr erkennbar, wer die Paneele bespielt hat. Die Idee ist, dass Akteur:innen und Betrachter:innen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu eigenen Erfahrungen entdecken und somit ein Gefühl für die Vielstimmigkeit im Bezirk wie auch die Zuneigung der Bewohner:innen zu ihrem Kiez bekommen.

 

Wo findet das statt?

Im Zeitraum von Mai bis September werden, zunächst in der Klinik und später an 1-2 weiteren öffentlichen Orten, Termine angeboten um die Paneele zu gestalten. In der Klinik startet das Projekt Ende Juni. Hier sind die Patient:innen die Hauptakteure; aber auch Mitarbeiter:innen sind explizit eingeladen, sich zu beteiligen, um möglichst früh eine Diversität der Teilnehmenden zu gewährleisten.

Anschließend wird die Installation an öffentlichen Orten weiteren Teilen der Bevölkerung zugänglich gemacht:

24. – 26. Juni Foyer des Bürgersaals Zehlendorf, Teltower Damm 18
01. – 03. Juli Warteraum des Bürgeramtes Zehlendorf, Teltower Damm 18

Kommen Sie gern vorbei!