Krankheitskonstrukt von sexueller Orientierung & Geschlechtsidentität

Fortbildung mit Dr. med. Lieselotte Mahler

Auch in unserer scheinbar toleranten und pluralistischen Gesellschaft haben LGBTIQ-Personen immer wieder mit Stigmatisierungen sowie institutionellen Benachteiligungen zu kämpfen.

Im Rahmen der jeden Mittwoch stattfindenden Fortbildung wird Dr. med. Lieselotte Mahler, Ärztliche Direktorin Kliniken im Theodor-Wenzel-Werk, Chefärztin der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie I, am 14. Juli 2021 ab 14.30 Uhr einen Vortrag über Wirkungen und Nebenwirkungen des Krankheitskonstrukts von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität halten.

In ihrem Vortrag wird Frau Dr. Mahler einen Überblick über negative Effekte medizinischer und gesellschaftlicher Stigmatisierung auf die Gesundheit von LGBTIQ-Menschen geben. Sie wird aufzeigen, welche wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritte die Ent-Pathologisierung von Homosexualität und Transidentitäten möglich machten. Dabei wird sie u.a. auf das im Jahr 2020 in Deutschland verabschiedete Gesetz zum Verbot von Konversionstherapien eingehen. Sogenannte Konversionsverfahren werden im medizinischen, psychotherapeutischen als auch paratherapeutischen Bereich (z.B. Seelsorge, Coaches etc.) angeboten, die das Ziel verfolgen die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität zu verändern. Im Vortrag werden die Entwicklungen in den unterschiedlichen gesellschaftlichen Dimensionen – Medizin, Recht, Religion – in Bezug zueinander gesetzt sowie die Fragilität der bisherigen Fortschritte aufgezeigt.

Die Veranstaltung ist offen für alle Berufsgruppen und findet über einen Livestream statt.
Bei Interesse melden Sie sich bitte vorab bei Anna Oster.


Anna OsterAssistenz / Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Abteilung für Psychiatrie & Psychotherapie Tel. (030) 8109 - 2130anna.oster@tww-berlin.de