Aktuelle Meldungen


Aktuelle Besuchsregelungen in der Pandemie

Über die aktuellen Besuchsregelungen in unseren Einrichtungen informieren wir Sie auf der jeweiligen Seite unter dem Punkt Aktuelles bzw. Aufenthalt.

Symposium „Recovery-orientierte, trialogische und partizipative Psychiatrie“

Initiiert von Dr. Lieselotte Mahler, Chefärztin der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie

Datum: Mittwoch, 07. Oktober 2020,
Uhrzeit: 16.00 bis 19.00 Uhr
Ort: Kongresshotel Potsdam

Vorträge:

Ina Jarchov-Jàdi: „Die multiprofessionelle Implementierung des Weddinger Modells – so kann es gehen“
Matthias Jäger: „Informeller Zwang und therapeutische Beziehung – kann das gut gehen?“
Thomas Bock: „EigenSinn und Psychose – innere und äußere Bedrohung“
Antje Wilfer: „Wie umgehen mit den Stimmen in akuten Krisen“

Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung per E-Mail an anna.oster@tww-berlin.de oder per Fax an (030) 81 09 - 13 02.

CME- Punkte sind bei der Ärztekammer Berlin beantragt.
Die Teilnahme am Symposium ist kostenfrei.


TWW besetzt Chefärztin-Position mit einer Oberärztin aus der Charité

Seit dem 04.05.2020 ist die Initiatorin des Weddinger Modells, Frau Dr. med. Lieselotte Mahler, neue Chefärztin der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie I in den Kliniken im Theodor-Wenzel-Werk (TWW).

Berlin, 12.05.2020
Die Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie I in den Kliniken im TWW hat seit dem 04. Mai 2020 eine neue Chefärztin. Frau Dr. Lieselotte Mahler übernimmt diese Position für den in den Ruhestand eingetretenen Prof. Dr. Arthur Mackert, dem das TWW für sein über 20-jähriges Engagement in der Fachabteilung dankt.
Mit Frau Dr. Mahler hat das Unternehmen diese Stelle mit einer mehr als würdigen Nachfolgerin besetzt. In der Fachwelt genießt sie international hohes Ansehen, hat eine Vielzahl wissenschaftlicher Publikationen veröffentlicht und wird weltweit als Referentin zu Vorträgen geladen.

Große Bekanntheit hat Frau Dr. Mahler unter anderem als Initiatorin des inzwischen hochgeachteten Weddinger Modells erworben – ein Psychiatriekonzept, das auch in der Akut-Psychiatrie durch umfassende Haltungs- und Strukturveränderungen eine Individualisierung von Krankheits- und Genesungsprozessen ermöglicht. In allen Phasen der Erkrankung stellt es den psychotherapeutischen Fokus und die Lebenswelten der Patient/innen konsequent in den Vordergrund. Das Modell wird im Rahmen der Implementierung der S3-Leitlinien ausdrücklich zur Vermeidung von Gewalt und Zwangsmaßnahmen empfohlen.

Das wegweisende und ganzheitlich ansetzende Modell wurde bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet; eine Vielzahl von psychiatrischen Kliniken in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich setzen das Erfolgsmodell mittlerweile in der Praxis um. Zweifelsohne wird auch die Psychiatrie im TWW mit Frau Dr. Mahler neue Wege beschreiten und neue Maßstäbe in der Behandlung psychiatrischer Patient/innen – zu deren Wohl – setzen.
„Ich stehe für eine moderne und offene Psychiatrie, die den Menschen in allen Phasen der Erkrankung flexibel, von stationär bis ambulant, begleitet. Dabei gewährleisten multiprofessionelle Teams die Behandlungskontinuität. Für mich sind offene Begegnungen sowie das gemeinsame Reflektieren mit den Patient/innen und ihren Bezugspersonen entscheidend für den therapeutischen Prozess. Die jahrelange enge Zusammenarbeit mit Genesungsbegleiter/innen, also Menschen mit eigener Krisen- oder Psychiatrieerfahrung, die im Weddinger Modell Teil der Behandlerteams sind, haben mich dabei deutlich geprägt.“, so Frau Dr. Mahler.

Zudem widmet sich Frau Dr. Mahler schwerpunktmäßig weiteren zeitgemäßen Themen wie Sozialpsychiatrie, Psychiatrie-Ethik sowie sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten. Eine wichtige Stimme ist sie zudem in ihrem Engagement für ein Verbot der Konversionstherapie und deren umstrittener Behandlungsmethoden.

Die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und ausgebildete tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapeutin war vor ihrer Tätigkeit im TWW als Oberärztin an der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus tätig. Damit hat das TWW eine weitere Chefarztstelle mit einer Oberärztin aus der Charité besetzt; erst im Juli vergangenen Jahres nahm PD Dr. med. Florian Ostendorf, ehemals Oberarzt der Charité, seine Tätigkeit als neurologischer Chefarzt auf.

Neben ihrem klinischen Engagement ist sie u.a. Vorstandsmitglied der ESSPSY (European Society of Social Psychiatry), Mitbegründerin und Vorsitzende des DGPPN-Referates „Sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten in Psychiatrie und Psychotherapie sowie Initiatorin und Leiterin des „Praxisforum Akutpsychiatrie"

Nicht nur die Belegschaft des TWW, auch Frau Dr. Mahler freut sich auf ihre neuen Aufgaben und Möglichkeiten in den Kliniken im TWW: „Das TWW ist für mich die ideale Klinik, um als Chefärztin zu starten. Die Klinik bietet hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter/innen und ein breitaufgestelltes psychiatrisch-psychotherapeutisches Angebot. Zudem ist das TWW mit seinen drei eigenständigen Abteilungen der Psychiatrie, der Psychosomatik und der Neurologie, die konstruktiv und eng miteinander verzahnt sind, einzigartig in der Kliniklandschaft und verfügt so über optimale Möglichkeiten für eine umfassende Patientenversorgung. Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Arbeit“.


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